Dez 31 2011
Schaustellergottesdienst
Die Schausteller-Seelsorger Pfarrer Horst Heinrich und Pfarrer Martin Fuchs laden die Schausteller heute zum Gottesdienst in der
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche ein.
Dez 31 2011
Die Schausteller-Seelsorger Pfarrer Horst Heinrich und Pfarrer Martin Fuchs laden die Schausteller heute zum Gottesdienst in der
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche ein.
Dez 31 2011
September 1933 verstarb der Rummelkönig und ist bis heute unter den alteingesessenen Schaustellern als eine unvergessene Person geblieben. Schließlich war er eine der wichtigsten Personen in der Geschichte der Schaustellerei. 1857 ist er in Winsen an der Luhe geboren. Nach seiner Schlosserlehre arbeitete er sich in der Maschinenfabrik Hövermann & Jürgens in Hamburg/Altona zum Firmenleiter hoch. 1880 machte Hugo Haase sich selbständig als Schausteller.
Mit Ideen im Kopf und genauen Konstruktionsplänen die aus eigener Hand entstanden, lies er sich Karussells und Bahnen bauen. Zahlreiche Kirmesgeschäfte wie Toboggan, Berg- und Talbahnen, Figur-8-Bahn, Karussells usw. wurden für seinen Schaustellerbetrieb gebaut und auf die Reise geschickt. Nicht zu vergessen ist “Das wandelnde Trottoir” das gleichzeitig 300 Fahrgäste aufnahm oder die “Krinoline” die mit Muskelkraft von innen heraus in Schwung gebracht wurde. Mit eigenen Dampfmaschinen wurde der Strom für seine Geschäfte erzeugt und stellten sich zugleich Konkurrenzlos dar, als einzige mit elektrischer Beleuchtung formierten sie sich zum Publikumsmagnet. So um 1914 war die Fa. Haase mit 25 Geschäften innerhalb Deutschlands unterwegs.
Als Geschäftsmann versuchte er mit teilweise eigenwilligen Methoden seine Geschäfte unter zu bringen. So hatte Herr Haase für mehrere seiner modernen Fahrgeschäfte im Vorfeld Werbung gemacht, dadurch war es der Volksfestverwaltung unmöglich geworden ihm Absagen zu erteilen. So gegen 1920 wurde seine Neuentwicklung die erste hölzerne Wasserbahn fertig gestellt und ging auf die Reise. Nach seinem ableben wurde die Firma im kreise der Familie weitergeführt verkümmerte aber im laufe der folgenden Jahre.
Anzeige: Literatur zum Thema
Hugo Haase – Karussellkönig aus Winsen / von Darijana Hahn
Volksbelustigung / von Florian Dering
Dez 26 2011
Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft alles vereint sich. Vollkommen Zeitlos stellen sich Volksfeste zur Schau und befriedigen jeden Geschmack.
Dez 25 2011
Schausteller sind Gewerbebetriebe die in der Regel im Familienverband eigene Geschäfte in den bereichen Reisegaststätten, Ausspielungsgeschäfte, Verkaufsgeschäfte, Fahrgeschäfte, Imbiss und Ausschankbetriebe, Schau- und Belustigungsgeschäfte betreiben.
Diese Geschäfte sind transportabel und werden auf durchschnittlich 22 Volksfesten während einer Saison aufgebaut. Die Saison erstreckt sich über ungefähr 250 Tage, wobei in der Regel nur an 120 Spieltagen Umsätze erzielt werden. Wegen dieser Mobilität müssen sie in Wohnwagen leben, mit dehnen ca. 5000 Km zurück gelegt werden.
Schaustellerbetriebe müssen wie ortsansässige Betriebe nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden. Daher sind Schausteller mit zusätzlichen Problemen belastet, da diese sich zusätzlich um einen Standplatz bemühen müssen.
Viele Betriebe beschäftigen während der Saison zusätzliche Arbeits− Aushilfskräfte die in Wohnabteile mit auf der Reise genommen und beköstigt werden. Nach Beendigung der Saison fahren Schausteller und ihre Angestellten zum festen Wohnsitz zurück, sie sind also sesshaft, der Beruf fordert nur eine zeitliche Mobilität.
Außerhalb der Saison sind Schausteller mit Restaurationsarbeiten und Betriebswirtschaftlichen Tätigkeiten für die nachfolgende Saison beschäftigt.
Dez 07 2011
Die Anfänge beginnen als Drehorgel. Erweiterungen durch den Einbau mehrerer Musikinstrumente brauchten einen höheren Kraftaufwand und benötigten zunächst Unterstützung durch die kraft erzeugende Dampfmaschine, später mit Elektromotor angetrieben. Mit aufwändigen Schnitzereien wurden die Orgelfassaden der Umgebung in der sie betrieben wurden angepasst. Walzen versehen mit Beschriftung sorgten für Erzeugung der Töne. Die Orgelpfeifen brauchten Luft, die ebenfalls über die Walze gesteuert wurde. Damit die Auswahl der Lieder nicht eintönig blieb hat man die Walzen ständig neu bestiftet. Später wurden die Konzertorgeln mit Lochstreifen betrieben, was wesentlich einfacher und kostengünstiger war gegenüber den Walzenbetriebenen Orgeln. Durch die praktische Handhabung sind zumindest die in der Schaustellerbrange betriebenen Walzenorgeln umgerüstet worden. Trotz der Verdrängung der Orgeln durch den Lautsprecher sind immer noch Kirmesorgeln auf div. Volksfesten zu finden. Die bekanntesten Orgelhersteller waren Ruth & Söhne, Giovanni Bacigalupo, Gebrüder Bruder, Gavioli und Limonaire.