Okt
29
2010

Lanz
Entwicklungsgeschichte als Kurzeinleitung
Was einmal mit einem Pferdegespann begann wurde durch eine straßentaugliche Lok ersetzt, die mit Dampf betrieben wurden. In den USA arbeiteten mehrere Firmen an der Entwicklung eines Schleppers, statt mit Dampf sollte ein neuer Motor als Antrieb dienen und somit um vieles leichter und beweglicher werden. Als der erste gilt der von John Chartern aus Illinois entwickelte Schlepper, von dem nur sehr wenige Exemplare hergestellt wurden. In Pennsylvania begannen John Froelich und die Gebrüder Dissinger ebenfalls mit der Schlepperherstellung. Zwar wurden in England bereits um 1900 erste Prototypen und Entwürfe erstellt, doch die Schlepper konnten sich noch nicht gegen die populäre Dampfmaschine durchsetzen, und so kamen nur wenige zum Einsatz in der Schaustellerbrange. Im verlaufe der zwanziger Jahre kamen die deutschen Schausteller oder eher die besser verdienenden Schausteller auf den Geschmack der sogenannten Schlepper. Immerhin war der Anschaffungspreis noch recht unerschwinglich, die Produktionen sehr gering.
Die Fa. Lanz brachte nach mehreren Entwicklungen den legendären Bulldog auf den Markt, der mit seiner Leistung den Ansprüchen der Schausteller eher entsprach. Galt er zu jener Zeit als sehr zuverlässig und war unverwüstlich. Aus einem Zylinder mit Glühkopf, der mit einer Lötlampe erhitzt und über ein Schwungrad per Hand angeschmissen wurde entsprangen sagenhafte 15 PS. Im laufe weiterer Produktionen wurde die Leistung bis auf 55 PS gesteigert.
Die Deutsche Firma Hanomag Produzierte ebenfalls Tracktoren mit starker Leistung, allerdings zu erschwinglicheren Preisen und fand daher schnell Käufer aus dem Schausteller und Zirkusgewerbe. Ach der Deutz war ein gefragter Tracktor.
Später setzte sich Kaelble mit Schwerlastmaschinen durch. Als Zugmaschine mit Ladefläche und Geschlossener Fahrerkabine erfüllten sie mehr an Komfort gegenüber den meist offenen Traktoren.
Die LKW-Industrie (Mercedes, MAN, Volvo, IVECO u.s.w.) entdeckte die Ansprüche verschiedener Gewerbezweige und produzierte unter anderem auch verkürzte Lastkraftwagen als Zugmaschinen. Mercedes stellte den Unimog in Produktion, eigentlich mehr für die Landwirtschaftliche Industrie. Wegen seiner unglaublichen Geländetauglichkeit fanden aber auch die Schausteller reges Interesse an dieser Allradbetriebenen Zugmaschine. Wahrscheinlich inspirierten die Trucks aus den USA die Schausteller und somit stylten sie ihre Zugmaschinen sozusagen als Aushängeschild der Firma mit Airbrushmalereien, Chrom und viel Beleuchtung. Schaustellermaschinen heben sich gegenüber der Maschinen anderer Gewerbezweige ab und stechen stark heraus.
Selbst die, der ehemaligen DDR, wie die IFA L60 oder die kleinere Variante L50 wurden dem Styl des Schaustellergewerbes angepasst und brauchten sich nicht zu verstecken.

Lanz
Fazit: Die Zugmaschine ist das Herzstück der Schausteller die ständig während der Saison unterwegs sind um Volksfeste mit ihren Geschäften zu beschicken.
Okt
22
2010
Vier Jahre ist es her da wurde ich von meiner besten Freundin zur Frühjahrskirmes eingeladen.
Habe bis dahin noch nie eine Kirmes besucht obwohl meine Freunde immer wieder bestätigten, dass ein Kirmesbesuch ein tolles Erlebnis ist. Schon aus diesem Grunde nahm ich die Einladung an.
Am Verabredungstag befand ich mich rechtzeitig auf dem Festplatz und suchte den angegebenen Treffpunkt. Es sollte ein Karussell mit dem Namen “Insider” sein. Nach einiger Sucherei traf ich dennoch Pünktlich dort ein und musste einiges an Wartezeit in kauf nehmen, da meine Freundin noch nicht anwesend war.
Zum Glück kam sie dann auch bald und hatte einen Begleiter dabei, den ich schon mal gesehen hatte aber nicht mehr wusste woher mir das Gesicht bekannt vor kam. Es sollte sich bald rausstellen, dass es ein Mieter aus Ihrem Hause war. Bernd war sein Name. Wir machten eine runde auf dem Festplatz und trafen noch einige Bekannte die sich unserer Gruppe anschlossen. Ein lustiger Haufen waren wir und amüsierten uns köstlich. Als einer aus unserer Gruppe auf die Idee kam in die Achterbahn zu steigen weigerte ich mich , wurde aber von Bernd so lange berackert bis ich eingewilligt habe nun doch mitzufahren. Um meine Angst zu bändigen setze er sich neben mir. Als die fahrt begann griff ich seine Hand und drückte zu. Panische Ängste durchdrangen meinen Körper und war erleichtert als die Fahrt zuende war. Völlig benebelt eierte ich die Treppengang gen Ausgang endlang und wurde von Bernd gestützt. Noch einige male lud Bernd mich zu Karussellfahrten ein.
Es war toll, ein Tag wie schon lange nicht mehr, voller Spaß, voller Unterhaltung und die Zeit verging im Fluge.
Als nach einigen Stunden die Kirmes ihre Pforten schloss, gingen wir alle in unmittelbarer Nähe Italienisch essen wobei ein interessantes Gespräch mit Bernd zustande kam.
Nach und nach löste sich die Gruppe auf. Bernd begleitete mich noch nach Hause.
Nun sind vier Jahre verstrichen, ich bin Mutter einer süßen kleinen Tochter und stehe nun vor dem Traualtar und ratet mal mit wem.
[Kirmesbericht von Sophia G.]
Okt
10
2010
Das Schollenfest zählt zu einer der ältesten Volksfeste in Berlin und findet immer zum letzten Wochenende im August statt.
Die 17-tägige Veranstaltung bietet einiges an Programmangeboten. So beginnt schon das Eröffnungswochenende mit dem Kinderfest am Samstag und dem Festumzug am Sonntag. Weitere Höhepunkte folgen an den drauf folgenden zwei Wochenenden, darunter auch das Feuerwerk am letzten Samstag.
Fazit: Das erste Wochenende und der Mittwoch bietet zufriedenstellende Umsätze für die Schausteller, an den weiteren Festtagen dümpelt die Veranstaltung vor sich hin. Grund hierfür ist die mangelnde Werbung die dort als Straßenwerbung untersagt ist.
Aufgebaut waren Fahrgeschäfte : Autoscooter Fa. R. Müller, Babyflug Fa. R. Müller, Kinderkarussell Fa. Strumpski
Spielgeschäfte : Schieße Fa. Strumpski, Büchsenwerfen Fa. Wert, Kugelstechen Fa. J. Naye, Entenangeln Fa. D. Buch, Ballkanone Fa. R. Kleiner Verlosung Fa. T. Naye, Greifer Fa. R. Kleiner
Verkauf : Süßwaren Fa. E. Harder , Süßwaren Fa. R. Kleiner, Creperie Fa. E. Edling, Gastronomie : J. Naye, Brater Fa. J. Naye
Veranstalter war die Wohnungsbaugesellschaft “Freie Scholle” und der Schaustellerverband-Berlin e.V.